SOZIALRAUMARBEIT
Miteinander reden und gemeinsam handeln
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Vermittlung in sozialräumlichen Konflikten am Beispiel Spielplatz „Am Pfingstborn“ |
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Ober-Mörler Nachrichten vom 11.06.2004: Gespräch über Probleme rund um den Spielplatz "Am Pfingstborn" Im Zusammenhang mit der Nutzung des Spielplatzes „Am Pfingstborn“ durch Jugendliche in den Abendstunden ist es wiederholt zu Beschwerden gekommen. Aus diesem Grunde werden hiermit insbesondere die Anwohner(innen) des Spielplatzes zu einem Gespräch am 14.06.2004 um 19.30 Uhr im Alten Rathaus (Bücherei im Obergeschoss) eingeladen. Gemeinsam mit Bürgermeister Sigbert Steffens und Jugendpfleger Hans-Jürgen Strack soll versucht werden, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Probleme vorzunehmen und sich über mögliche Lösungswege zu verständigen. Zu diesem Termin sind auch der Ortsbeirat sowie der Jugendrat des Ortsteils Langenhain-Ziegenberg eingeladen. Jugendpflege |
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Ober-Mörler Nachrichten vom 25.06.2004: Probleme "Am Pfingstborn" nur gemeinsam lösbar Auf Einladung der Jugendpflege fand im Alten Rathaus ein öffentliches Gespräch über nächtliche Ruhestörungen am Langenhainer Spielplatz „Am Pfingstborn“ statt. Aus den Reihen der in erster Linie angesprochenen Anwohner(innen) fanden sich allerdings nur zwei Personen aus einer Familie ein. An der vom Jugendpfleger geleiteten Runde nahmen darüber hinaus neben dem Bürgermeister unter anderem Vertreter des Ortsbeirates sowie der örtliche Jugendrat teil. Die diskutierten Probleme waren von unterschiedlicher Art. So mahnte eine Mutter eine konsequentere Reinigung des Platzes an. Der Spielplatz sei häufig derart verschmutzt, dass ein gefahrloses Spielen oft erst nach vorheriger Entfernung von Scherben, aber auch Zigarettenkippen usw., möglich sei. Der Versuch, bei der Gemeindeverwaltung auf eine Änderung dieses Zustandes hinzuwirken, sei zudem höchst unbefriedigend verlaufen. Bürgermeister Sigbert Steffens verwies diesbezüglich auf die begrenzten personellen Möglichkeiten des Bauhofes. Außerdem könnten zwischen den regelmäßigen Kontrollen eingetretene Verschmutzungen vom Bauhof in aller Regel nicht so kurzfristig beseitigt werden, wie dies vielleicht wünschenswert erscheine. Mit der Frage, wie denn überhaupt so viele Scherben und Zigarettenstummel auf einen Spielplatz kommen können, hing dann jenes Thema zusammen, das an diesem Abend den weitaus breitesten Raum einnahm. Dabei ging es um Ruhestörungen, die nach Schilderung der anwesenden Anwohner von Jugendlichen ausgingen, die den Spielplatz immer wieder zu nachtschlafener Zeit für ihre meist sehr lauten Zusammenkünfte nutzten. Es sei Aufgabe der Gemeinde, hier Abhilfe zu schaffen. Bürgermeister Steffens betonte in einer Entgegnung, es sei notwendig, dass Anwohner, Eltern und Gemeindeverwaltung bei der Veränderung dieser misslichen Situation an einem Strang ziehen. Grundsätzlich sei eine weiter gehende Überwachung des Spielplatzes seitens der Gemeinde nicht leistbar, insbesondere nicht zu den fraglichen Nachtzeiten. Hier seien die Anwohner gefordert, nach bekannten Gesichtern unter den Ruhestörern Ausschau zu halten oder auch einmal die Beteiligten per Foto festzuhalten. Seitens der Anwohner wurde in diesem Zusammenhang berichtet, dass derzeit zwar Ruhe herrsche, nachdem man den jungen Leuten gegenüber einmal sehr deutlich aufgetreten sei. Dies werde aber wohl kaum so bleiben. Im Verlauf der weiteren Diskussion wurde festgestellt, dass auch in akuten Situationen eher nicht auf ein Erscheinen der benachrichtigten Polizei gerechnet werden könne. Wichtig sei deshalb beispielsweise eine zeitnahe Information der Gemeinde, sobald die Ruhestörungen wieder begännen. Es komme insgesamt darauf an, das Verhalten der betreffenden Jugendlichen durch eine stärker wahrnehmbare soziale Kontrolle zu beeinflussen. Über die Frage nach der konkreten Umsetzbarkeit und Wirksamkeit dieser Leitlinie bestand bis zum Schluss des Gesprächs Uneinigkeit. Jugendpfleger Hans-Jürgen Strack nahm die während der Diskussion teilweise heftig hervorbrechenden Emotionen zum Anlass, vor einer unnötigen Eskalation zu warnen. Nur ein besonnener, aber zielgerichteter Umgang mit der Situation „Am Pfingstborn“ könne wirklich Abhilfe schaffen. Er selbst werde versuchen, mit den betreffenden Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Eine kurzfristige Abhilfe versprechen könne er aber nicht. Strack schloss den Abend mit einem Dank an alle, die den Weg ins Alte Rathaus gefunden hatten, und rief noch einmal zu einer intensiveren Zusammenarbeit auf. Die Jugendpflege wird nach den Sommerferien erneut zu einem Gespräch einladen, bei dem der weitere Gang der Ereignisse einer Zwischenbilanz unterzogen werden soll. |
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Ober-Mörler Nachrichten vom 20.08.2004: Folgegespräch über die Situation rund um den Spielplatz „Am Pfingstborn“ Nach Beschwerden von Anwohner(inne)n über nächtliche Ruhestörungen “Am Pfingstborn“ war bereits im Juni allen Betroffenen Gelegenheit gegeben worden, ihre Sicht der Dinge im Rahmen eines öffentlichen Gesprächstermins ausführlich vorzutragen. Wie damals vereinbart, lädt die Jugendpflege nun zu einem weiteren Gespräch unmittelbar nach den Sommerferien ins Alte Rathaus ein. Termin: Dienstag, 31.08.2004, 19.00 Uhr. Hierbei soll eine Bestandsaufnahme der Entwicklungen vor Ort vorgenommen und geprüft werden, ob und inwieweit sich daraus ein zusätzlicher Handlungsbedarf ergibt. Zu dem Gespräch sind insbesondere auch wieder die Anwohner(innen) des Spielplatzes „Am Pfingstborn“ eingeladen. Jugendpflege |
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Ober-Mörler Nachrichten vom 03.09.2004: Situation „Am Pfingstborn“ hat sich beruhigt Das abgestimmte Vorgehen aller Beteiligten hat offenbar Früchte getragen: Bei der Folgeveranstaltung eines im Juni stattgefundenen ersten Anwohner(innen)gesprächs über nächtliche Ruhestörungen „Am Pfingstborn“ konnte nun Entwarnung gegeben werden. In der von Jugendpfleger Hans-Jürgen Strack geleiteten Runde, bei der auch Ortsbeirat und Jugendrat vertreten waren, wurde übereinstimmend festgestellt, dass sich die Situation rund um den Spielplatz weitestgehend beruhigt habe. Wie Bürgermeister Sigbert Steffens berichtete, seien diesbezügliche Beschwerden weder bei der Gemeinde noch bei der Polizei eingegangen. Letztere sei während des fraglichen Zeitraums sporadisch durch Streifen vor Ort präsent gewesen. Allerdings habe es zuletzt Farbschmierereien auf dem Spielplatz gegeben, deren Herkunft derzeit seitens der Gemeindeverwaltung nachgegangen werde. Jugendpfleger Strack fügte hinzu, ihm sei im Vorfeld des Treffens auch aus den Reihen der Anwohner(innen) signalisiert worden, dass es in den letzten Wochen keinen Anlass für Klagen gegeben habe. Strack zeigte sich davon überzeugt, dass nicht zuletzt die öffentlich gemachte Aufmerksamkeit die Situation günstig beeinflusst habe. Bürgermeister Steffens wiederholte noch einmal die Notwendigkeit, dass Anwohner, Eltern und Gemeindeverwaltung bei der Lösung solcher Probleme an einem Strang ziehen. Und er erinnerte daran, dass bereits beim Gespräch im Juni von einer ersten Beruhigung die Rede gewesen sei, nachdem Anwohner einigen lärmenden jungen Leuten gegenüber einmal sehr deutlich aufgetreten waren. Der Jugendpfleger schloss die kurze Zusammenkunft mit einem Dank an alle Erschienenen und dem Resümee, dass es derzeit wohl keinen weiteren konkreten Handlungsbedarf in Sachen nächtlicher Ruhestörungen „Am Pfingstborn“ gebe. Da natürlich niemand garantieren könne, dass dies auch so bleibt, bat er um kurzfristige Benachrichtigung, falls sich erneut problematische Entwicklungen abzeichnen sollten. |