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BETEILIGUNGSAKTIONEN mit Kindern und Jugendlichen


Partizipative Planung am Beispiel des Spielplatzes „Limesstraße“

 

Ober-Mörler Nachrichten vom 20.09.2002:

Thema: Gestaltung des öffentlichen Spielplatzes "Limesstraße"

Auf ausgesprochen geringes Interesse stieß die jüngst durchgeführte Informationsveranstaltung der Gemeindeverwaltung zur anstehenden Neugestaltung des Spielplatzes "Limesstraße".

Trotz minimaler Beteiligung entwickelte sich das abendliche Gespräch im Kolleg der Usatalhalle gleichwohl zu einem anregenden Meinungs- und Erfahrungsaustausch, dessen Ergebnisse unmittelbar in die weiteren Planungen einfließen werden.

In kurzen Beiträgen informierten Michael Haake (Bauamt), Hans-Jürgen Strack (Jugendpflege) und Nina Bellof (Umweltamt / Agenda) über das Konzept zur Beteiligung von Anwohner(inne)n, Eltern sowie Kindern und Jugendlichen an den Planungen zur Neugestaltung des Spielplatzes "Limesstraße".

Ausführlich diskutiert wurden schließlich neben den allgemeinen planerischen Rahmenbedingungen verschiedene Problemkreise, wie sie sich aus dem Spielplatzbetrieb insgesamt und der Nutzung des Spielplatzes durch verschiedene Altersgruppen ergeben.

Aufgrund der geringen Resonanz auf die Einladung zu dieser Veranstaltung besteht nun für die ganztägige Beteiligungsaktion für Kinder und Jugendliche am 28.09. noch erheblicher Personalmangel. Wer aktiv zum Gelingen dieses Tages beitragen möchte - ob durch Betreuung einer Gruppe oder durch Mithilfe bei der Verköstigung der Teilnehmer(innen) - wird um Rücksprache mit Jugendpfleger Strack (Tel. 0163 - 5025021) gebeten.
 

 

Ober-Mörler Nachrichten vom 04.10.02:

Spielplatz "Weinstraße / Limesstraße" wird sein Gesicht stark verändern

Beteiligungsaktion stieß auf große Resonanz

Nicht nur das Wetter spielte mit. Bei traumhaftem Herbstwetter nutzten am vergangenen Samstag mehr als 30 Kinder und Jugendliche ausgiebig die Chance, im Rahmen einer ganztägigen Aktion auf dem öffentlichen Spielplatz zwischen Wein- und Limesstraße ihre Wünsche und Anregungen zu dessen Neugestaltung einzubringen.

Die seitens der Gemeindeverwaltung von Michael Haake (Bauamt), Nina Bellof (Umweltamt) und Hans-Jürgen Strack (Jugendpflege) federführend vorbereitete und geleitete Beteiligungsaktion förderte eine Vielzahl von Ideen und Wünschen zutage. Ohne weiteres hätten sie für die Gestaltung gleich mehrerer Spielplätze gereicht.

Am Ende eines mit viel Kritik, Phantasie sowie engagierter Für- und Widerrede angefüllten Tages zeichnete sich ab, dass der Spielplatz nach der geplanten Umsetzung des gemeinsam erarbeiteten Entwurfs kaum noch wiederzuerkennen sein wird.

Burganlage, Sitzecke und Labyrinth

Zu den wichtigsten Neuerungen wird eine Burganlage gehören, in die nach Möglichkeit Seilbahn, Rutsche und Klettergerüst integriert werden sollen.

Vorgesehen ist zudem die Aufstellung eines Hamsterrads, einer Wippe und einer Babyschaukel. Auch soll ein in den Boden eingelassenes Trampolin hinzu kommen.

Für den Sandkasten ist ebenso wie für die geplante Sitzecke ein Witterungsschutz in Form einer geeigneten Überdachung geplant.

Der bewachsene Bereich wird - nicht nur zur notwendigen Entfernung gesundheitlich bedenklicher Pflanzen - völlig umgestaltet werden müssen. Dabei soll das sogenannte "Hexenwäldchen" erhalten bleiben, aber unter anderem ergänzt werden durch ein Heckenlabyrinth.

Elternwünsche: Sicherheit und Sauberkeit

Parallel zur Beteiligungsaktion für Kinder und Jugendliche wurden die zahlreich erschienenen Erwachsenen - durchweg Eltern - darum gebeten, ihre Überlegungen und Hinweise zu Papier zu bringen

Bei der Auswertung zeigte sich, dass nach der Neugestaltung des Spielplatzes vor allem eine regelmäßige Wartung und Reinigung erwartet wird. Angeregt wurde dabei auch die Durchführung jährlichen Spielfeste auf allen öffentlichen Spielplätzen, verbunden mit einer gemeinschaftlichen Säuberungsaktion.

Im übrigen wird viel Wert auf die Sicherheit inner- und außerhalb des Spielplatzes gelegt. Dies solle bei der Auswahl der Spielgeräte ebenso berücksichtigt werden wie bei der Weiterentwicklung verkehrsberuhigender Maßnahmen, einschließlich Bodenwellen und Halteverbot entlang des betreffenden Straßenbereichs.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Ablauf dieser Beteiligungsaktion die Erwartungen weit übertroffen hat.

Zu danken ist deshalb den Kindern und Jugendlichen für ihr großartiges Engagement sowie den vielen Eltern, ohne deren tatkräftige Unterstützung die erfolgreiche Gestaltung dieses Tages nicht möglich gewesen wäre.

Ein weiterer Dank gilt zudem der Leitung und dem Elternbeirat der Kita "Sternschnuppe" für die vielfältig geleistete freundliche Hilfe.

Auf ein hoffentlich ebenso zahlreiches Wiedersehen bei der geplanten Präsentation der umsetzungsfähigen Vorlage, die in den nächsten Wochen auf der Basis des vorliegenden Entwurfs auszuarbeiten sein wird.

 

Ober-Mörler Nachrichten vom 06.12.2002:

Geplanter Spielbeginn: Frühjahr 2003

 Beteiligungsmaßnahme Spielplatz "Wein-/Limesstraße" abgeschlossen

Fast genau drei Monate nach Vorstellung des Entwurfs zur Neugestaltung des Spielplatzes "Am Pfingstborn" in Langenhain-Ziegenberg wurde letzte Woche auch die Beteiligungsmaßnahme "Wein-/ Limesstraße" erfolgreich abgeschlossen.

Anlässlich einer sehr gut besuchten öffentlichen Präsentationsveranstaltung im Rittersaal des Schlosses sprach Bürgermeister Sigbert Steffens diesem Umstand "meilensteinartige" Bedeutung zu. Die überfällige Neubeplanung der öffentlichen Spielplätze in der Gemeinde Ober-Mörlen sei damit ein schönes Stück weit vorangekommen. Außerdem lasse die zusehends gewachsene Teilnahme an den Beteiligungsangeboten hoffen, dass diese Vorgehensweise auch in künftigen Fällen eine solche Resonanz finden werde.

Steffens dankte den Kindern und Jugendlichen für ihr großes Engagement, den Eltern für ihre freundliche Hilfe und dem federführenden Team der Verwaltung für die gute Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Maßnahme.

Anhand einer aufwendig gestalteten Ausstellung mit zahlreichen Fotos, Zeitungsausschnitten und Materialien konnten die rund vierzig Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen den gesamten Beteiligungsprozess dann noch einmal Revue passieren lassen. Breiten Raum nahm dabei die Tagesaktion im September ein, bei der Kinder und Jugendliche gemeinsam einen ersten Gestaltungsentwurf erarbeitet hatten.

Michael Haake vom Bauamt der Gemeinde, Jugendpfleger Hans-Jürgen Strack und die Umwelt-/ Agenda-Beauftragte Nina Bellof erläuterten im Einzelnen die Probleme, auf die man bei der Übertragung der damaligen Vorschläge in einen umsetzungsfähigen Entwurf gestoßen sei. Die Vielfalt der dabei zu berücksichtigenden Gesichtspunkte (wie Sicherheitsabstände, sichere Wegführungen usw.) spiegele sich in den beiden schließlich daraus entstandenen Gestaltungsvarianten. Welcher Entwurf am Ende auch realisiert werde - er enthalte mit Sicherheit die im September festgelegten Dinge, einschließlich Burgkonstruktion, Trampolin, Sitzecke und Seilbahn. Bei planungsgemäßer Umsetzung könnten die Arbeiten schon in absehbarer Zeit beginnen und zum Beginn der Spielplatzsaison 2003 abgeschlossen werden.

Diskussionen entzündeten sich am Ende an zwei Fragen. Einmal ging es dabei um die Finanzierung des Ganzen. Auf Unmut stieß die Erklärung, dass erst nach Abschluss der laufenden Haushaltsberatungen endgültig klar sein werde, inwieweit die Pläne in einem Zug verwirklicht werden könnten. Zahlreiche Eltern betonten, dass man schon zu lange auf eine Neugestaltung habe warten müssen, um noch Verständnis für etwaige weitere Verzögerungen aufzubringen.

Umstritten war, ob die in der Vergangenheit zu beobachtende Nutzung des Spielplatzes als Hundetoilette durch ein striktes Hundeverbot und die Aufstellung entsprechender Schilder zu verhindern sei. Jugendpfleger Strack bat darum, nicht alle Hundehalter über einen Kamm zu scheren. Natürlich müsse gegen uneinsichtige Hundebesitzer vorgegangen werden. Hierzu sei man aber in jedem Fall - mit oder ohne Schilder - auf die Aufmerksamkeit und gegebenenfalls auf die Konfliktbereitschaft aller angewiesen, die diesbezügliche Beobachtungen machten. Das Plädoyer des Jugendpflegers für eine Duldung von Hunden, deren Halter sich an gewisse selbstverständliche Grundregeln halten, fand aber keine ungeteilte Zustimmung.

 

Streiflichter von der Nutzung des Spielplatzes nach Fertigstellung

 

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