HISTORISCHER RUNDGANG
von Kurt Rupp
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Unser historischer Rundgang beginnt und
endet an der Mittelpunktschule und besteht aus 20 Stops.
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1. Stop >Mittelpunktschule mit Schulturnhalle<
Die Mittelpunktschule, welche
am 29. April 2005 den Namen Wintersteinschule erhielt, wurde 1962 eingeweiht
und war die erste dieser Art im Kreis Friedberg; ein
typischer Bau der 60er Jahre. Ein Erweiterungsbau wurde 2003 hinzugefügt. |
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2. Stop >Wasserbehälter im Stockborn<
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3.
Stop >Gustav Adolf Kapelle
Die Gustav Adolf Kapelle,
benannt nach dem ehemaligen |
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4.
Stop >Transformatorenhaus in der Nauheimer Straße<
Die
Transformatorenhäuser, auch
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5. Stop >Rosenbach'sches Gut<
(Ankergasse
zwischen Haus Nr. 6 und 8)
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6. Stop >Ecke Elisabethenstraße / Jahnstraße
Im
September 1936 wurde das Teilstück
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7. Stop >Wohnhaus in der
Elisabethenstraße Nr. 2<
In diesem
Wohnhaus lebte
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8. Stop >Katholische Sankt Remigius Kirche<
Die
Kirche zählt, wie ihr Name schon sagt, zu den 60 bekannten Kirchen in
Deutschland, deren Schutzpatron der Heilige Remigius ist.
I
Die wohl
wahrscheinlich schlimmste Katastrophe, die Ober-Mörlen je erlebte, war der
große Brand am 27. Juli 1716, bei dem der Ort bis auf wenige Häuser
eingeäschert wurde und sieben Personen auf die jämmerlichste Weise in den
Flammen umkamen. Auch die Kirche blieb dabei nicht unverschont, denn alles
Brennbare wurde ein Raub der Flammen. Um 1720 wurde mit dem Wiederaufbau
begonnen. Am Gedenktag von Peter und Paul im Jahre 1728 weihte der Mainzer
Weihbischof Kaspar Adolf Schemauer das neue Gotteshaus ein. Durch den
ständigen Zuwachs der Einwohnerschaft wurde der Kirchenraum zu klein. Im
April 1929 begann man daher endlich mit dem bereits 18 Jahre zuvor
geplanten Erweiterungsbau. Der Umbau ging so zügig voran, dass am Tag des
Kirchenpatrons des Sankt Remigius 1929 die Konsekration durch den
Bischof Dr. Hugo von Mainz vollzogen wurde. In der sechsmonatigen
Umbauzeit wurde der Gottesdienst im Bonifatiussaal abgehalten.
Der
Kirchturm, wahrscheinlich in der 2. Hälfte des 12. und in der 1. Hälfte
des 13. Jahrhunderts mit Bruchsteinen erbaut, ist das älteste noch
erhaltene Bauwerk. Der Turm besteht aus der Eingangshalle, versehen mit
einer aus Sandsteinen vermauerten Rundbogenpforte, dem ersten und zweiten
Obergeschoss und dem Dachstuhl in Form einer dreifach gestuften "Welschen
Haube". Die Eingangshalle, in der einst mit Handseilen die Glocken
geläutet wurden, verfügt über ein Kreuzgratgewölbe, welches auf vier
kleinen gotischen Gewölbeaufhängern ruht. Die Glockenseilführungen im
Kreuzgratgewölbe weisen darauf hin, dass das Geläut ursprünglich aus drei
Glocken bestand. Das erste Obergeschoss ist ausgestattet mit einem
Dreipassfenster auf der Südseite und einer Scharte auf der Westseite. In
der Ostseite, in Richtung des Längsschiffes, sind sehr wuchtige Reste
eines Torbogens erhalten. In der Nordwand des Raumes sind noch Spuren
einer zugemauerten Tür sichtbar. Der Zugang zum ersten Obergeschoss
erfolgte von außen über eine Treppe. Man kann davon ausgehen, dass dieser
Raum mit Blick in das Längsschiff und zum Chor einst privilegierten
Personen vorbehalten war, die separat von den übrigen Kirchgängern am
Gottesdienst teilnahmen. Zudem dürfte der Raum als Kapelle und
Aufbewahrungsort wertvoller kirchlicher Gegenstände in kriegerischen
Zeiten
Die Kirchturmuhr, einst per Hand aufgezogen, befand sich ursprünglich in der Glockenstube. Sie wurde 1929 in der zweiten Stufe der "Welschen Haube" unterge-bracht und auf elektrischen Antrieb umgestellt. |
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9. Stop >Der Kirchplatz<
Das Bild oben zeigt den Platz vor dem Schulhausneubau.
Ehemalige Mädchenschule
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10. Stop >Katholisches Pfarrhaus und
Bonifatiussaal
Das
katholische Pfarrhaus, welches einst einem Brande zum Opfer viel, wurde
1803 ganz im Baustil der damaligen Zeit neu aufgebaut.
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11. Stop >Altes Schulhaus<
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12.
Stop >Ecke Hintergasse / Sandgasse<
Hier an der Ecke
Hintergasse/Weißgasse, |
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13. Stop >Das
Schloss
Das
Schlossgebäude wurde 1589 und der Treppenhausvorbau 1691 erbaut.
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14. Stop >Die Usabrücke am Schloss<
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15. Stop >Die
Schlossmauer in der Frankfurter Straße<
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16. Stop >Ecke Taunusstraße / Schulstraße<
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17. Stop >Platz an der Weed<
Hier am
Platz befand sich einst eine Weed* und die Oberste
Pforte, die den Ort in der Zwerchgaß nach Westen abriegelte. Vor der Pforte
verlief der Haingraben. In die Zwerchgaß mündeten die Sandgasse (heutige
Belsgasse) und die Neue Gaß (heutige Neugasse). Die Zwerchgaß verlief von
der heutigen Jahnstraße bis hierher zum Haingraben. Später erfolgte eine
Umbenennung in Obergasse.
Hier stand das Wiegehäuschen mit der Gemeindewaage, die man 1984/85 beseitigte.
Das ehemalige Feuerwehrgerätehaus, das auch auf diesem Platz
stand, wurde im Februar 2006 abgerissen. An dessen Stelle entstand der
"Platz an der Weed" der am 6. Juni 2008 eingeweiht wurde. *("Weed" = Löschwassertrog, Viehtränke und Pferdeschwemme)
Ehemaliges Feuerwehrgerätehaus |
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18. Stop >Das
Schwesternhaus im Haingraben<
Die Straße wurde nach dem mittelalterlichen Haingraben
benannt. Das Schwesternhaus |
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19. Stop >Neue Pforte<
Ecke
Borngasse / Nauheimer Straße
Die dritte
Pforte, die unser Dorf nach Süden hin abriegelte, befand sich an der Ecke Borngasse-Nauheimer Straße. |
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20. Stop >Der
"See"
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