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WINTERSTEINTURM HOLZFÄLL- UND BAUARBEITEN

100 Jahre alte Douglasien aus Butzbacher Wald für Wintersteinturm

Holzarbeiten laufen auf Hochtouren/Richtfest des Turms für den 1. Mai geplant

Auf dem 482 Meter hohen Winterstein bei Ober‑Mörlen kann ‑ wenn alles klappt ‑ am 1. Mai in der Zeit von 10 bis 15 Uhr das Richtfest für den neuen Wintersteinturm gefeiert werden. Endgültig fertig gestellt damit begehbar ist der Turm aber erst im Laufe des Sommers.
Die Fundamente sind bereits gegossen worden und derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten für die Holzkonstruktion auf Hochtouren.

Anfang Dezember 2004 wurden 44 rund 100 Jahre alte Douglasien im Staatswald der alten Försterei Maibach (ehemals Forstamt Butzbach) gefällt.
Unter der Leitung des damaligen Revierförsters, Forstamtsrat Burkhard Krug, der jetzt in der Försterei Grävenwiesbach ‑ Ost im Forstamt Weilrod tätig ist, wurden ca. 85 Festmeter Holzmasse geerntet. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Fällung in einer Neumondphase, vorgenommen wurde. Dieses im Winter geschlagene Holz hat andere Inhaltsstoffe, als Sommergeschlagenes. „Das in der Vegetationspause und Neumondphase geschlagene Holz hat weniger Feuchtigkeit und beispielsweise einen anderen Zuckergehalt“, sagte die Bad Nauheimer Baubiologin Karin Hoffmann vom Architekturbüro "Gesund Wohnen". Deshalb "schmecke" dieses Holz den Insekten nicht und es böte daher einen natürlichen Insektenschutz. Die natürliche Resistenz gegen Pilze und Insekten sei bei diesem Holz wesentlich höher als bei im Sommer geerntetem Holz. Außerdem schwinde und reiße es nicht in, dem Maße wie herkömmlich geschlagenes Holz.

In den vergangenen Tagen wurden die Baumstämme im Maibacher und Bodenroder Wald von Michael Neisel (Gedern) in dessen mobilem Sägewerk im Wald verarbeitet. Auf der 12 Meter langen Sägebank wurden die benötigten Balken, Bretter, Bohlen und Kanthölzer millimetergenau geschnitten. Diese Holzteile wird die Butzbacher Firma Holzbau Euler gemeinsam mit dem Ober‑Rosbacher Holzbauunternehmer Ploner auf dem bereits fertig gestellten Fundament auf dem Winterstein in den nächsten Wochen verzimmern. Die 17 m langen Stämme für die Eckpfosten des Aussichtsturmes, dessen Finanzierung durch Spenden aus der Bevölkerung gesichert ist, sind von dem Rosbacher Unternehmen mit einem speziellen Hochdruckreiniger entrindet worden. Die verarbeiteten Douglasien aus dem Maibacher und Bodenroder Staatswald  wurden von "Hessen‑Forst" gestiftet.

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© Fotos und Text: Rita Domogalla  

 

© Fotos: Annette Hausmanns

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